Cafe Restaurant Hummel > NEWS > Neue Kunst im Hummel!

Neue Kunst im Hummel!

Der Titel „Sukzessivkontrast“ steht für diese Ausstellung Pate und deshalb wird er
kurz erklärt.


Bei intensiver Betrachtung von Farbflächen nehmen wir diese nach Schließen der
Augen noch als Nachbild wahr.
Aus diesem Grund nennt man Kontraste, welche solch ein Nachbild hervorrufen,
Sukzessivkontraste. Beim Sukzessivkontrast handelt es sich um einen rein
physiologischen Korrekturvorgang des Sehorgans.
Es erscheint ein komplementäres Nachbild der zuerst gesehenen Farbfläche. Die
Form bleibt die gleiche, aber die Farben und damit auch die Helligkeiten ändern
sich.
Peter Zolly „spielt“ in seiner künstlerischen Welt mit diesem Phänomen, jedoch ist
ein weiterer Begriff noch zu verdeutlichen: das Licht.
Der Begriff Licht“ ist gar nicht so einfach zu definieren, da er mit vielen
verschiedenen Bedeutungen genutzt wird. Wir benutzen den Begriff „Licht“, wenn
wir von den Sonnenstrahlen sprechen, von Lampen oder vom Tag. Er wird
außerdem in einer Reihe von Sprüchen mit verschiedenen Wortbedeutungen
verwendet. So sagt man zum Beispiel „Mir ist ein Licht aufgegangen „oder man sagt
„Er wird hinters Licht geführt.“ Im sprichwörtlichen Gebrauch wird der Begriff Licht
sozusagen zum Sukzessivkontrast.
Insbesondere dient der Begriff „Licht“ aber zur Beschreibung von Helligkeit. Licht
kommt in der Natur vor, beispielsweise durch die Sonne. Es kann aber auch durch
die Menschen auf künstlichem Wege erzeugt werden.
Licht ist kein materieller Gegenstand, denn wir können es nicht anfassen, sondern
nur wahrnehmen.
Dies geschieht über das Auge mit seinen Sinneszellen und über unser Gehirn.
Wie eben auch der Sukzessivkontrast ein physiologischer Vorgang im Gehirn ist.
In diesem Zusammenhang „bedient“ sich Peter Zolly in seiner Malerei und seiner
graphischen Auseinandersetzung mit Form, Farbe und Gestalt gezielt, des Elements
Licht und des Sukzessivkontrasts und spielt mit der Wahrnehmung des
Betrachter’s.
Im inhaltlichen Umfeld, sehe ich Peter Zolly’s Arbeiten der Pop Art sehr nahe.
Das Abbild wird möglichst klar erfasst und minimal durch formale Umsetzung – wie
zum Beispiel Darstellung durch Punkte – oder Kreise – definiert.
Der Popkünstler fordert die absolute Realität, das heißt, dass alle Teile, klar
definierbare Gegenstands-Elemente sein müssen. Die Formen werden wie in Comic-
Heften mit schwarzen Linien umrandet (Outlines). Oft sind die dargestellten
Gegenstände wie in einem Plakat ohne Tiefe, also flächig gestaltet. Die Farben sind
immer klar, es werden meistens nur unbunte und Primärfarben angewendet.